Vielfalt der weiblichen Lebensentwürfe

Frauen machen immer noch die Erfahrung, dass sie mit jedem möglichen Lebensentwurf irgendwie anecken. Während bei Männern beispielsweise Familie karrierefördernd wirkt, lassen wir Frauen zu, dass sie sich bei uns als Karrierebremse auswirkt. Nur Frauen, nie Männern, die Beruf und Familie vereinbaren, wird unterstellt, sie kümmerten sich nicht genügend um ihre Kinder und vernachlässigten diese. Stellen Frauen die Kinder in den Mittelpunkt, erleben sie einen massiven Verlust an Sozialprestige und dass sie materiell zu den Verliererinnen unseres Systems werden. Frauen, die keine Kinder bekommen, sehen sich dagegen insgeheim dem Vorwurf des Egoismus ausgesetzt. Es wird Zeit, dass wir der seit Jahren andauernden Erscheinung Einhalt gebieten, weibliche Lebensentwürfe gegeneinander ausspielen zu lassen und damit insgesamt herabzuwürdigen.

Darüber hinaus sind Themen, wie Lohndifferenz zwischen den Geschlechtern, der berufliche Aufstieg, die Anerkennung der Familienarbeit, die Wertigkeit der sozialen (Frauen-)Berufe, die Ausrichtung unserer Sozialversicherungen, die Sicherung im Alter – immer noch wichtige Hauptpunkte. Es bleibt also noch viel zu tun!