SIE – Bayerns Frauen im Gespräch mit Soumaya Zorai Chaabani, Konsulin der Tunesischen Republik

Die Frauenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Sozialministerin Emilia Müller und Soumaya Zorai Chaabani, Konsulin der Tunesischen Republik, haben sich anlässlich der neuen Gesprächsreihe des Netzwerkes ‚SIE-Bayerns Frauen‘ über die Chancengleichheit und Gleichberechtigung von Frauen und Männer in Deutschland und Tunesien ausgetauscht. Die rechtliche Gleichstellung ist beiden Ländern längst Realität. In Tunesien durften bereits seit der Unabhängigkeit im Jahr 1956 Frauen wählen gehen und sich scheiden lassen. Die neue Verfassung von 2014 garantiert Frauen und Männern in Tunesien nun die Gleichberechtigung vor dem Gesetz. Darüber und wie die tatsächliche Lage der Frauen aussieht, diskutierten die Frauenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung und Sozialministerin, Emilia Müller, und die Konsulin der Tunesischen Republik, Frau Soumaya Zorai Chaabani, im Rahmen der neuen Gesprächsreihe „Sie-Bayerns Frauen im Gespräch“.

„Trotz aller Erfolge, gibt es noch vieles zu tun. Chancengleichheit und echte Gleichberechtigung sind ein Marathonlauf. Um bis ans Ziel zu kommen, brauchen wir Frauen Kraft und Durchhaltevermögen. Wir müssen tradierte Rollenbilder auflösen, indem wir beispielsweise von geschlechtsspezifischer Berufswahl wegkommen, mehr Führungspositionen mit Frauen besetzen und Teilzeitbeschäftigung und Sorgearbeit auch für Männer durchsetzen. Denn Chancengleichheit für Frauen ist eine der besten Investitionen, die man sich denken kann: Frauen stecken 90 Prozent ihrer Einkünfte in Lebensmittel, Bildung und in die Gesundheit ihrer Familie – Männer nicht einmal die Hälfte. 50 Prozent des Wachstums in den OECD-Ländern wurde in den letzten Jahren nur deshalb erwirtschaftet, weil Frauen besseren Zugang zu Bildung hatten. Eine McKinsey-Studie hat prognostiziert, dass ohne die soziale und wirtschaftliche Benachteiligung von Frauen die weltweite Wirtschaftsleistung bis 2025 um 12 Billionen Dollar wachsen könnte“, erklärte die Ministerin.

Fotos: StMAS